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Ehem. Synagoge Padberg

Sie ist ein Kleinod und eine der ältesten Fachwerk-Synagogen in Westfalen. Der geheiligte Ort, an dem Sie hier stehen, wurde 1799 erstmals urkundlich erwähnt. Auch ein jüdischer Friedhof und die Synagoge, die ebenfalls als Schule genutzt wurde, waren Teil der jüdischen Gemeinde Padberg. „Aron nebst seinem Sohn Mendel“ werden 1672 als erste jüdische Einwohner genannt. Forscher gehen davon aus, dass schon im frühen Mittelalter Juden in der Stadt Padberg ansässig waren. Sie standen unter dem Schutz der „Herren von Padberg“ und konnten somit innerhalb der Herrschaft Padberg freien Handel betreiben. Sie lobten das gute Einvernehmen und bezeichneten Padberg als „Oase in der Wüste“. 1847 wurden alle Juden preußische Staatsbürger. Schutz- oder Toleranzbriefe waren damit überflüssig. Und im neu geschaffenen Kreis Brilon entstanden die Synagogenbezirke Brilon, Niedermarsberg und Padberg. Zum Bezirk Padberg gehörten neben Padberg selbst die Orte Beringhausen, Giershagen, Helminghausen, Madfeld, Messinghausen und Rösenbeck. Im sechsköpfigen Gemeinderat waren 1872 auch zwei jüdische Mitbürger vertreten. Nach dem 1. Weltkrieg wanderten viele Juden aus, so dass die Synagogengemeinde Padberg schließlich aufgelöst werden musste. Übrig blieb ihr Gotteshaus, das ab 1932 gewerblich genutzt wurde. So blieb es vor den Nazi-Pogromen verschont. Mit der kommunalen Neugliederung Mitte der 70er Jahre kaufte die Stadt Marsberg das Gebäude. Vor der Jahrtausendwende wurde es umfassend restauriert und rekonstruiert. (…) Wenn Besuch aus Israel kommt, ist man erstaunt, dass es eben nicht nur in den großen deutschen Städten jüdisches Leben gab.

Address

Oberhof 1,
34431 Marsberg

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